Bei der Auswahl eines passenden Grundstücks werten wir diesen nach folgenden Kriterien aus:

1. Die Lage ist das einzige, was später nicht verändert werden kann. Daher nehmen wir dieses als erstes un- ter der Lupe. Das heißt: Vor dem Kauf muss klar sein, welche Art von Infrastruktur benötigt wird und ob die aktuelle und zukünftige Bebauung in der Nachbarschaft den Nutzung der geplanten Bebauung entspricht.

  • Ein ganz besonderes Augenmerk sollte man auf die zukünftige Entwicklung des Baugebiets legen. Hierbei hilft ein Blick in den Flächennutzungsplan, der zum Beispiel Auskunft darüber gibt, ob später in der Nähe des Grundstücks z.B. neue Straßenbahnlinie, U-Bahnstation geplant wird, Einkaufzentrum entstehen soll oder ein neues Bürokomplex gebaut wird.
  • Die unmittelbare Nachbarschaft hat einen großen Einfluss auf das spätere Belegung und Qualität der Mieterstruktur. Lärmquellen ziehen wir ebenfalls in Betracht. Faktoren wie naheliegende Autobahnen, Bahn- oder Flugzeugtrassen sollen die spätere Nutzungsmöglichkeiten nicht unnötig belasten

2. Für das Kauf des Grundstücks ist die richtige Größe in Betracht zu ziehen: Die benötigte Grundstücksgröße und Grundstücksform hängt von den geplante Nutzungsmöglichkeiten ab. Dabei sollte auf die notwendige Grünflächen sowie auf zulässige Grenzbebauung geachtet werden. Ein relevanter Faktor sind auch minimal vorgeschriebene Parkplätze. Diese sollen mit dem Baubehörde abgestimmt werden und vorweg eingeplant werden.

  • Welche Gebäude auf einem Grundstück errichtet werden dürfen, hängt von den behördlichen Freigaben ab.
    Im Bebauungsplan sind die Rahmenbedingungen für Gebäudetypen und mögliche Größen festgelegt. Sollte für das ausgesuchte Grundstück kein Bebauungsplan existieren, so muss sich der Bauherr an den umliegenden Bauten in der Nachbarschaft orientieren.

3. Die Frage nach den Kosten für eine Erschließung sollte vorab geklärt werden.

Empfehlenswert ist es, natürlich erschlossene Grundstücke zu kaufen. Sollte das nicht der Fall sein, so sollen die wichtigen Versorgungs-, Abwasser- und Kabelleitungen gelegt werden. Die Erschließungskosten sollen
bei jeweiligen zuständigen Ämtern vor dem Kauf angefragt werden. Bei größeren Baumaßnahmen können Erschließungskosten eine wichtige Kalkulationsposten darstellen.

4. Beim Erwerb eines Grundstücks kommt es auch auf die Art des Bodens an, der bebaut werden soll. Hinderlich sind lehmige, tonige und steinige Böden. Hier muss der Investor mit erheblichen Mehrkosten für den Keller- und/oder Tiefgaragenaushub rechnen.

5. Vor der Kaufentscheidung über ein Grundstück sollen folgende Punkte überprüft werden: liegen möglichen Altlasten im Boden. Wenn ja, wie schwer sind diese zu entsorgen.

  • Das Grundstücks sollte man die potenzielle Verunreinigung der Erde mit Schadstoffen untersucht werden. Wenn beispielsweise Öl, Asbest oder andere Schadstoffe in die Erde gedrungen sind, muss der aktuelle Eigentümer die Kosten für eine Bodensanierung tragen, auch wenn die Verunreinigung schon vor dem Kauf geschehen ist.
  • Wir empfehlen ein Bodengutachten erstellen zu lassen. Gerade wenn man über die frühere Nutzung des Grundstücks Zweifel hat.

6. Zudem müssen Sonderrechte im Grundbuch überprüft werden, da diese in meisten Fällen beim Kauf übernommen werden müssen.

  • Genau prüfen sollte man, ob Dienstbarkeiten im Grundbuch vorliegen. Dienstbarkeiten können beispielsweise Nutzungsrechte wie Wege-, Überfahrts- oder Leitungsrechte (für Wasser, Abwasser und elektrischen Strom) zugunsten Dritter sein. Es sollte überprüft werden, ob diese dem vorstehenden Bau nicht im Wege stehen.

7. Sind die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten der Gebäude vom Bauamt genehmigungsfähig. Dabei ist zwischen Wohnanlagen, gewerblich genutzten und Mischimmobilien zu unterscheiden.
Die notwendige Sicherheit kann über eine Bauvoranfrage erlangt werden.

8. Die geografische Lage sollte ebenfalls genau untersucht werden. Liegt das Grundstück direkt an einem Fluss oder Gewässer, so muss der Eigentümer mögliche Überschwemmungen und feuchte Keller bei Starkregen oder Schneeschmelze einkalkulieren. Die Deckung durch die entsprechenden Gebäudeversicherungen sollten genau überprüft werden. Mögliche Zusatzkosten können so vor dem Kauf einkalkuliert werden. Auch Hanglagen können die Baukosten in die Höhe treiben, wenn der Bauplatz beispielsweise durch Stützmauern gesichert werden muss.

9. Nicht zuletzt sollte man die Nebenkosten genau kalkulieren: Grunderwerbssteuer, Notargebühren und Gerichtskosten fallen für den Grundbucheintrag an. Die Grunderwerbssteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Falls das Grundstück noch nicht vermessen wurde, sind auch Vermessungs- kosten einkalkulieren.

Je nach Auftragsumfang übernehmen wir die Auswertung dieser Kriterien für Sie.

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